Ellen Schernikau

Zeitzeugin

 

Ellen Schernikau, Mutter des Schriftstellers Ronald M. Schernikau, wurde 1936 in Magdeburg geboren. Sie ist gelernte Krankenschwester und siedelte mit ihrem kleinen Sohn 1966 in die BRD über. Noch vor der Wiedervereinigung zog es sie zurück in den Osten, 1989 ließen sich beide wieder in die DDR einbürgern. Ronald M. Schernikau porträtierte seine Mutter und ihr Leben zwischen den zwei deutschen Staaten auf beeindruckende Weise in "Irene Binz. Befragung".

Ellen Schernikau verkörpert am 4.11.2019 Steffi Spira.

Ellen Schernikau glaubt fest an einen neuen sozialistischen Versuch. Wie würde sich dieser von der DDR unterscheiden? Und: was wäre ihr auf einer großen Demonstration heute wichtig? Bildung, sagt sie.

Ellen Schernikau fand einiges schlecht und vieles gut an der DDR. Sie wollte gern Teil einer Reform des Sozialismus sein, doch die Vereinigung kam schneller. Wie fühlte sich diese Übergangszeit für sie und ihren Sohn Ronald als frisch Zurückgekehrte an?

1966 flieht Ellen Schernikau mit ihrem sechsjährigen Sohn Ronald im Kofferraum eines Diplomatenautos in die Bundesrepublik. Die Flucht begreift sie als "Privatangelegenheit", nicht als politische. Doch so richtig kam sie nie im Westen an, sagt sie.

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