Die Demo vom 4.11.89 auf dem Alexanderplatz künstlerisch verdichtet, aktualisiert, feministisch und partizipativ im „Theater der Revolution“

Oktober 2019

 

In einer großen Performance bringt das Berliner Theaterkollektiv Panzerkreuzer Rotkäppchen am 4.11. die größte freie Demonstration der DDR zurück auf den Originalschauplatz. „4-11-89 Theater der Revolution“ wird genau 30 Jahre später am 1. Tag der Festwoche zu 30 Jahre Mauerfall  uraufgeführt, unmittelbar nach der Eröffnung durch den Regierenden Bürgermeister von Berlin auf dem Alexanderplatz.

Die „sozialistische Protestdemonstration“, wie sie 1989 hieß, wird 2019 im „Theater der Revolution“ künstlerisch verdichtet, aktualisiert, feministisch und partizipativ.

Die Sprecher*innen 1989 und 2019

Das „Theater der Revolution“ inszeniert alte Reden von 1989 und lässt heutige Aktivistinnen zu Wort kommen. Hier eine Übersicht über die Sprecher*innen von 1989 und von 2019.

Die Musik von “4-11-89 Theater der Revolution”

Hans Narva, bekannt von der DDR-Punkband Herbst in Peking, hat für das „Theater der Revolution“ Sehnsuchtsmusik komponiert. Dafür hat er oft den 6/8 Takt gewählt. Denn “wenn die Arbeiter -und Kampflieder in einem 6/8 Takt geschrieben worden wären, dann wäre das Experiment Sozialismus viel sinnlicher gewesen, und demütiger gegenüber den eigenen Ideen.“ Hier die Playlist vom „Theater der Revolution“.

4-11-89 Theater der Revolution: 
Den 4. November 89 durchfühlen und für das Heute gewinnen

Oktober 2019

Das „Theater der Revolution“ leitet die Emotion des 4.11.89 in die kollektiven Gefühlslagen von heute und inszeniert Texte zu Klima-Aktivismus und Antirassismus, poetische Kritiken und eine feministische Verfassung. Die Geschichte von 89, mit ihren Hoffnungen und ihrem Scheitern, mit ihrem Spaß und ihrer Langsamkeit, muss neu erzählt werden: gefühlvoll, für und von jungen Ost- und Westdeutschen als gemeinsame Gefühlsarbeit.

Ankündigung 4-11-89 - Theater der Revolution

September 2019

Das Theaterkollektiv PKRK stellt die größte freie Demonstration der DDR auf dem Alexanderplatz nach. Vier Stunden im November trafen Intellektuelle, SEDVertreter, Bürgerrechtler*innen und hunderttausende Menschen aufeinander, um zu streiten, zu pfeifen, zu jubeln, und die Zukunft der Diktatur auf der Straße auszuhandeln..

Die dramatische Wiederbelebung der Demonstration vom 4.11.1989 auf dem Alexanderplatz

September 2019

Der 4. November 1989: "Höhepunkt der DDR als Idee", „Abschlussfeier der Revolution", "Totgeburt" – kontrovers sind die Ansichten über die Massendemonstration vor 30 Jahren auf dem Alexanderplatz. Fest steht: Es war einmalig und kam nicht wieder. "Die wachen Gesichter vom 4.11. habe ich danach nicht mehr gesehen“, so eine Zeitzeugin.

Gedenken? Gefühlsarbeit! Mit 60 Frauen und einem Punk

September 2019

Wenn Neofaschisten aus München in Brandenburg die "Wende 2.0" plakatieren, dann wissen wir, dass das Gedenken an den Herbst 1989 keine schöne Angelegenheit sein kann. Keine nationale Selbstversicherung über die Gutheit der deutschen Geschichte ist möglich. Nationales Gedenken ist ein Privileg, und Gedenken streicht die Erinnerung, macht die Gefühle stumm.

Die Regisseurin Susann Neuenfeldt über den 4.11.89​

September 2019

“Der 4.11.89 ist für mich auch ein theatraler Moment. Ein Theater der Revolution. Ein Stück, das nie geprobt werden durfte. Ein Stück, das abgesetzt war, bevor der Vorhang fiel.  Ein Stück, in dem der Moment Regie geführt hat, und nicht die SED, nicht die intellektuelle Elite der DDR, nicht die Stasi….“

​Über die Regisseurin Susann Neuenfeldt

September 2019

Susann Neuenfeldt, geboren 1974 in Schwedt/Oder, hat das Theater als eine Art Zuhause in Umbruchzeiten erfahren. Als einen Ort, an dem der Umbruch zu Hause war.

Über das Theaterkollektiv PKRK

September 2019

Panzerkreuzer Rotkäppchen (PKRK) ist ein Berliner Theaterkollektiv. PKRK dramatisiert und inszeniert Texte, die im engen oder weiteren Sinne mit der DDR, dem kalten Krieg und Postsozialismus zu tun haben. ​Für PKRK ist Theater kein Lehrstück, sondern Gefühlsarbeit.

Theater als Gefühlsarbeit

Juni 2017

Vortrag auf dem Kongress KulturLandSchaft zu Theater- und Kulturarbeit im ländlichen Raum 

Schloss Bröllin, Mecklenburg-Vorpommern, 06/2017

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